Zunftorte
Aus Zunft[wissen]
Die Ausgangssituation
Aktuell wird nicht nur über die Beliebigkeit der deutschen Städte durch die immer weiter wachsenden Filialunternehmen, die vertikalen Ketten und Shoppingcenter, sondern auch über die Frage, welche Auswirkungen der Konsum in den westlichen Industrieländern auf ungerechte Löhne und auf die Ausnutzung von unterschiedlichen Sozialstandards in den Entwicklungs- und Schwellenländern hat, diskutiert. Für wertige, regionale und nachhaltig hergestellte Produkte fallen im Zuge dieser Entwicklungen immer häufiger die Absatzkanäle aus, neue Vertriebs- und Kooperationsformen müssen gefunden werden. Im Zuge der Globalisierung ist aber auch eines erkennbar: Häufig kommt nur etwa 1 % des Produktpreises bei den für die Herstellung von Produkten involvierten Arbeitern in den Schwellenländern an, wobei meist über 50 % des Produktpreises beim Handel und rund 25 % des Produktpreises bei den Marketingaufwendungen verbleiben. Trotz der globalen Wirtschaftskrise sind allerdings erstaunlicherweise die Einzelhandelsmieten in den Top-Einzelhandelslagen der Metropolen dieser Welt auf horrende Spitzenmieten (250 – 300 €/qm/ Monat in Deutschland und auf über 1.000 €/Monat/qm in Städten wie New York) gestiegen. Diese Mieten müssen in die Preise einkalkuliert werden. Pauschale Kalkulationen von 150/200/300/400 % führen u.a. dazu, dass regionale, ökologisch, nachhaltig und ethisch verantwortlich hergestellte Produkte „künstlich überteuert“ werden. Finanziert werden an diesen, die Orientierungspreise bildenden Orten dabei nicht allein deren Baukosten, sondern auch die Spekulation anonymer Fonds, Erbengemeinschaften und sonstiger spekulativer Strukturen, die auch einen guten Teil unserer globalen Krise mit verursacht haben. Auch Prozesse wie die Deindustrialisierung und der demographische Wandel haben massive Auswirkungen auf die weitere Entwicklung städtischer Strukturen und die Entwicklung von Regionen. Neue Ansätze von kooperativen und „ehrlicheren“ Wirtschaftsformen zu fördern, ist daher eines der Hauptziele der "Die Zunft AG" mit ihren Zunft[orte]-Projekten. Immer wieder aktuelle und interessante Impulse zur "Zunft-Bewegung" finden Sie in unserem Zunftmagazin.
Die Philosophie der "Die Zunft AG"
Die "Die Zunft AG" will mit ihrem Bündelungsansatz an "neuen guten Orten" nicht einfach Flächen, sondern Funktionen schaffen und nachhaltig gewährleisten: Jeder Nutzer soll den anderen Nutzern gleichzeitig Frequenzbringer sein. Diese Kooperationsstrategie kann - mit Nettokaltmieten zwischen 7,50 und 15 Euro/qm - werteorientierten Produzenten, kreativen Dienstleistern, Handwerkern, innovativen Händlern und Herstellern eine wirklich gute Nachbarschaft bieten, die sie zur Vermarktung wertiger Produkte und Dienste benötigen und ihnen so neue Perspektiven für eine werteorientierte, nachhaltige und von Fairness getragene Unternehmenssicherung und im wahrsten Sinne des Wortes "gute Geschäfte" ermöglichen. Die Zunft[orte] bieten zukünftig eine Problemlösung für regionale und manufakturelle Produzenten und werteorientierte Dienstleistungsunternehmen. Es sollen, zusätzlich zu den Bereichen Produktion und Vertrieb wertiger Produkte und Dienste, in einem ganzheitlichen Ansatz authentische Orte für Angebote aus den Bereichen Wellness und Nachhaltigkeit, für neue Formen von Wohnen und Arbeiten, für wertige Dienstleistungen wie auch für Edutainment-Angebote sowie einzigartige Orte für die Umsetzung anspruchsvoller Eventkonzepte entstehen.
Impressionen Zunft[orte]
| Impressionen Zunft[halle] | |||
Die guten "Dritten Orte"
In Zunft[orten], den Zunft[quartieren], Zunft[vierteln], Zunft[hallen] oder Zunft[häusern], sollen in den nächsten Jahren eine Mischung von innerhalb und außerhalb der Zunft[orte] produzierter Waren und Dienstleistungen angeboten werden, die man - auf Grund der erkennbaren Auswirkungen der Globalisierung, der Vertikalisierung und der "Verschleierung" von Wertschöpfungsketten - man könnte auch sagen Manipulationsketten - zum jetzigen Zeitpunkt im herkömmlichen Angebots-Mix der zentralen Orte nicht mehr bzw. noch nicht wieder antrifft. So entsprechen die Projekte der Die Zunft AG in hohem Maße den Ansprüchen stark wachsender Wertebewegungen und Zielgruppen, wie den LOHAS oder den Kulturell-Kreativen, die sich u.a. für Lebenskultur und Nachhaltigkeit stark machen und mittlerweile etwa 30 % der Bevölkerung repräsentieren. "Creative Industries" können hier kooperieren, Manufakturen und Kleinserienproduzenten an den Zunft[orten] auch den immer stärker erkennbaren Funktionsverlust des herkömmlichen Facheinzelhandels auffangen. Die Orte bieten somit auch Grundlagen für faire Wirtschaftskreisläufe und regionale Produkte mit den damit verbundenen positiven Auswirkungen auf die Arbeitsplatzstrukturen und den Klimaschutz in den Regionen. Jeder Nutzer (ob Manufaktur, Hersteller oder partnerschaftlich organisierter Händler und Dienstleister) ist den anderen Nutzern gleichzeitig Frequenzbringer. Zusätzlich zu den realen Orten werden Kommunikations- und Vermarktungshilfen wie das Zunftmagazin, die Wikipedia Zunftwissen, das ZunftTV, das Zunftnetz und die Ecommerce-Plattform Zunftwerk angeboten, die eine nachhaltig gute Nachbarschaft sichern helfen.
- Die Zunft[werk]-Kooperation bietet dabei kleineren Herstellern die Möglichkeit, in einem wertigen Miteinander ihre Produkte zu vermarkten, ohne selber operative Vertriebsfunktionen übernehmen zu müssen.
- Die Zunft[orte] bieten eine Problemlösung für manufakturelle Produzenten und werteorientierte Dienstleistungsunternehmen wie auch für innovative Unternehmen der „New Economy", schaffen Adresse und helfen, „Old" und „New Economy" zur „True Economy" zu verbinden. Es entstehen in einem ganzheitlichen Ansatz authentische Orte für Angebote aus den Bereichen Handel, Wellness und Nachhaltigkeit, für neue Formen von Wohnen und Arbeiten, für wertige Dienstleistungen wie auch für Edutainment-Angebote sowie einzigartige Orte für die Umsetzung anspruchsvoller Eventkonzepte. Die Waren- und Dienstleistungsangebote der Zunft[orte] sind individuell und authentisch. Sie präsentieren sich in einem puristischen Ambiente, das - unabhängig von den individuellen Strukturen - die Schönheit der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude unterstreicht.
Feel & Look / Animationen Zunft[halle] - K.U.L.T.OBJEKT
- "Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist" - ein Video mit den Entwürfen des Zunft-Kompetenzpartners K.U.L.T.OBJEKT zum Hallenkonzept einer Zunft-Markthalle in Berlin finden Sie hier.
Gute Beispiele ähnlicher Orte in Amerika - DESIGNSPOTTER
- Ein Video mit einem Bericht zum "Historic Old Distillery District" in Toronto in Kanada vom Zunft-Kompetenzpartner DESIGNSPOTTER finden Sie hier.
Impressionen Zunft[orte]
| Impressionen Zunft[halle] | |||
Mögliche Nutzungen...
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Weitere Nutzungen...
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Großflächige Einzelhandelunternehmen der üblichen Sorte (Discount, etc.) sind explizit vom Zunftkonzept ausgeschlossen!!
Die Rolle der "Die Zunft AG"
Die "Die Zunft AG" entwickelt seit dem Jahr 2006 auf eigene Rechnung (wie auch mit Kooperations- und Investitionspartnern) Projekte (u.a. wurde das mögliche Projekt Zunft[viertel] Zollverein in Essen mit mehreren Preisen ausgezeichnet) und begleitet als Dienstleister private Eigentümer, Investoren und die öffentliche Hand bei deren Projekten (und bei der Umsetzung der "Marktfähigkeit" dieser Projekte). In ihrem relevanten Markt für wertige, regional orientierte (u.a. auch LOHAS-) Produkte hat die "Die Zunft AG" direkten Zugang zu einigen hundert möglichen Nutzern. Für die zunftrelevanten Bereiche der einzelnen Immobilien übernimmt die "Die Zunft AG" nach Fertigstellung der Objekte die Betreiberfunktion, wird jedoch nicht Eigentümer der Immobilien. Die ersten Zunft[orte] befinden sich in der konkreten Planung. Die Planungshorizonte betragen allerdings aufgrund der speziellen Gegebenheiten an alten Industriestandorten häufig einige Jahre. Wir freuen uns unabhängig von eigenen Standortevaluierungen auch über Anfragen möglicher Projektpartner. Wenn Sie Interesse an weiteren Informationen haben, schreiben Sie uns doch einfach eine eMail.
Öffentliche Würdigungen
- Der Ansatz wurde im Rahmen des Projektes Create.NRW Ende 2007 mit einer Anerkennungsurkunde des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet - hier die Urkunde.
- Mitte 2007 Auszeichnung als einer der „"365 Orte" im Wettbewerb „Deutschland - Land der Ideen".
- Die Zunft AG erhielt für ihr Zunftviertel-Konzept für einen Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Zeche Zollverein Ende 2006 in Essen den „Chance Denkmal Award" der MGG/Ruhrkohle AG
Erste Zunft[orte]
Wir haben in den vergangenen Jahren feststellen müssen, dass Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung und für die Bündelung regionaler und nachhaltig orientierter kleiner und mittlerer Unternehmen von den meisten Kommunen im deutschsprachigen Raum (noch) nicht verstanden werden. Viel zu lange hat man mehr oder minder tatenlos zugeschaut, wie großflächige Handelsstrukturen auf der "grünen Wiese" oder "seelenlose Konsumtempel" entstanden sind. Heute fällt es immer schwerer, hier gegenzusteuern. Man beschleunigt dabei, durch eine "Verhinderungspolitik" neuer Ansätze für innovative und kreative Wirtschaftsstrukturen, geradezu die Beliebigkeit und den Niedergang innerstädtischer Quartiere.
Aktuelle eigene Projekte
- Aktuelle "eigene" Projektentwicklungen für Zunft[orte] sind in den folgenden "guten Orten" in der Vorbereitung:
- Zunft[laden] in Wachenheim an der Weinstrasse,
- Zunft[hallen] in Berlin.
Aktuelle Projektvorprüfungen
- Die "Die Zunft AG" prüft zur Zeit an möglichen Standorten in den Metropolregionen Rhein-Neckar, Rhein-Main, in Stuttgart, im Saarland, am Mittelrhein, in Köln, der "Ruhrstadt", in Niedersachsen, Leipzig, Dresden und Berlin, die auf Grund der sich nicht abschließend konkretisierbaren Eignung zur Zeit noch nicht öffentlich benannt werden, die Umsetzbarkeit von Zunft[orte]-Projekten.
- In Hassloch, Essen und Herten begleitet die "Die Zunft AG" kommunale Entwicklungsprozesse.
Projektprüfungen mit/für Dritte(n) in der Vergangenheit
- Die "Die Zunft AG" hat in den vergangenen Jahren in Städten wie Berlin, Hannover, Dortmund, Unna, Wuppertal, Dresden, Leipzig, Erfurt, Stuttgart, Mannheim, Ludwigshafen, St. Ingbert, Saarbrücken, Linz und Wien Immobilienstandorte intensiv geprüft und dabei Eigentümer, Kommunen oder Projektentwickler bei der Konzipierung der Nutzung von Teilflächen derer Projekte begleitet. Diese sehr komplexen, zeitaufwändigen und umfänglichen Projekte wurden konzeptionell begleitet und für die Zunftbereiche teilweise zu ihrer Marktreife geführt. Leider konnten an diesen Standorten seitens der Eigentümer und/oder der öffentlichen Hand die Grundlagen für eine Umsetzung von Zunftprojekten (noch) nicht geschaffen werden. Die Gremien der "Die Zunft AG" haben daher beschlossen, sich in diesen Projekten nicht weiter aktiv zu engagieren.
| Evaluierte Projekte | |||
Weitere Standorte
Flächendeckend sollen weitere Standorte in Städten wie Berlin, Potsdam, Rostock, Kiel, Bremen, Hamburg, Hannover, Braunschweig, Bielefeld, Münster, Unna, Dortmund, Duisburg, Niederrhein, Wuppertal, Krefeld, Düsseldorf, Moers, Köln, Aachen, Frankfurt/Rhein/Main, Wiesbaden, Mainz, Neustadt an der Weinstrasse, Ludwigshafen, Saarbrücken, Magdeburg, Halle, Leipzig, Dresden, Chemnitz, Erfurt, Karlsruhe, Stuttgart, Ulm, Nürnberg, Regensburg, Augsburg, München, Luxemburg, Brüssel, Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam, Linz/Donau, Wien, Graz, Prag, Budapest, Basel, Bern, Zürich, Genf und regionale Marktplätze folgen. Diese werden dann zukünftig über die in der Entstehung befindlichen Routen der Nachhaltigkeit verbunden. Weitere kleinflächigere Zunft[orte] mit Ansätzen zum "Slow Living" und "Slow-Manufacturing" sollen daran anschließend auch in ländlichen Räumen und in Mittelzentren entstehen, geplant sind zudem ganzheitliche Quartierslösungen im Sinne von "Slow Cities".
Zunft[orte] im Focus von Immobilienwirtschaft, Zukunftsforschung und Medien
- Alexander von Keyserlingk von Slowretail hält im Juli 2009 sechs Vorträge zu Slowretail- und Zunft-Themen auf der Tendence in Frankfurt, dabei werden auch Zunftorte-Projekte vorgestellt
- "So kann es nicht weitergehen" - Nachbericht zum 3. Kölner Zukunftsforum im Juni 2009
- Dr. Martina Kühne, Senior Researcher, Gottlieb Duttweiler Institut GDI zu Megatrends (u.a. auch zu den Zunftorten) auf einer Fachtagung im Juni 2009 in der Schweiz
- Info3: “Regionale Produkte vermitteln Glaubwürdigkeit”. Die aktuelle April 2009-Ausgabe des Magazins Info3 - Anthroposophie im Dialog - beschäftigt sich unter der Überschrift “Regionale Produkte vermitteln Glaubwürdigkeit” mit den Potentialen des Zunft-Gedankens. Das Interview mit Christoph Hinderfeld, dem Vorsitzenden des Beirats der “Die Zunft AG” finden Sie hier
- Eike Wenzel, Zukunftsinstitut: Future Shopping, die neue Lust an der Verführung, Zukunftstrends, den Beitrag zur "Die Zunft AG" finden Sie auf Seite 54
- IHK-Magazin MEO 2/2009 (Mülheim/Essen/Oberhausen) - den Artikel zum geplanten Zunft[viertel] Zollverein in der Kulturhauptstadt Essen finden Sie auf Seite 23
- "Von steinernen Persönlichkeiten und Wohlfühlorten" - Beitrag von Oliver Selaff im Dialogus-Magazin Oktober 2008
- "Der Wertewandel schafft neue Orte: "Slowcities" und Zunftorte" - Beitrag zur Die Zunft AG und den Zunftorten bei "Insight", dem Newsletter von Heuer-Dialog
- Heuer Dialog "Handeln in der City" Handels-Dialog Düsseldorf Februar 2008
- IHK zu Essen - Vortrag Klaus Burmeister Z_punkt zu Zukunftsszenarien und Konsumentwicklungen
- Cimadirekt - Verborgene Schätze: Die renommierte Zeitschrift für Stadtentwicklung und Marketing der CIMA GmbH widmet der Die Zunft AG (mit dem Titelbild des Kammgebäudes des Kokerei Zollverein einige Aufmerksamkeit - den Artikel bekommen Sie über Cimadirekt oder Media:Verborgene Schaetze Zunft AG.pdf.
- Heuer-Dialog "Standort-Dialog" URS-Deutschland Essen September 2007
- Heuer-Dialog "Standort-Dialog" IHK Kiel Januar 2007
- Heuer-Dialog "Standort-Dialog" Zunfthalle Berlin August 2005
- Heuer-Dialog "Quo Vadis" Hotel Adlon Berlin Februar 2005
Adresse
Die Zunft AG
Villa Wolf . Weinstraße 1
D - 67157 Wachenheim
