Wiener Silberschmiede Werkstätte

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Inhaltsverzeichnis

Das Unternehmen / Die Silbermanufaktur

Die Wiener Silberschmiede Werkstätte in Österreich blickt auf eine große Tradition seit 1883 zurück. Hier entstehen noch heute Silberwaren für höchste Ansprüche.

Die Philosophie der Wiener Silberschmiede Werkstätte „Tradition erhält die Kultur – Kultur ist Tradition“. Der Erhalt einer Tradition und somit der Erhalt der Kultur oder anders ausgedrückt der Kultiviertheit bedeutet für uns die Fortführung der Manufaktur Kleeblatt Silberschmiede Ges.m.b.H. vormals Alexander Sturm gegr. 1883 in Wien. Silberschmiedehandwerk ist Kunsthandwerk, Kunsthandwerk in Verbindung mit Design ist eine der vielen Formen von Kunst.

Der Fundus der Kleeblatt Silberschmiede Ges.m.b.H., bestehend aus Maschinen, Werkzeugen und einem umfassenden Archiv, basierend auf Zeichnungen des Historismus, des Biedermeiers und des Designs der Wiener Werkstätte, verbunden mit Vorstellungsvermögen – Visionen – haben uns bewogen, die Tradition des Wiener Silbers wiederzubeleben. Wiener Küche und österreichischer Wein haben in den vergangenen Jahren einen Entwicklungssprung durchlebt. Internationalität in Verbindung mit Regionalität ist Ausdruck von Lebensqualität ohne Identitätsverlust. Hier wollen wir anknüpfen. Der festlich gedeckte Tisch als Beweis der kultivierten Lebensart. Tischkultur die Individualität der persönlichen Darstellung und der Genuss in den Vordergrund rückt. Eine Tafel eingedeckt mit feinstem Tafeltuch und Servietten, funkelndem Glas und edlem Porzellan, ergänzt durch den Glanz von Silber, sei es durch Besteck, Kerzenleuchtern, Vasen, Tafelaufsätzen, Serviettenreifen, Flaschen- und Glas-untersetzern, schaffen eine besondere Atmosphäre. Glas, Porzellan und auch Besteck waren mehr und mehr Modetrends unterworfen. Diesen Trends folgend, wurden alle zwei bis drei Jahre Porzellan, Glas und Besteck ausgetauscht. Nun zeichnet sich ein Wandel ab. Junge Menschen, die sich zur Hochzeit ein silbernes Besteck wünschen und bei der Silbermanufaktur genau das finden, wonach sie suchen: ein Besteck, das es nicht in jedem „Haushaltswarengeschäft“ gibt sondern ein edles, handgefertigtes Besteck mit „Gewicht“.

Hier setzt die Silberschmiede Akzente: Bestecke mit Gewicht, limitierte Auflagen von Gebrauchsgegenständen in Form von Kunstobjekten, die der Verschönerung des Alltags dienen, finden erste Liebhaber. In Zeiten der Schnelllebigkeit - des Verlustes an Kultiviertheit der vergangenen Jahrzehnte, der Wegwerf-Gesellschaft - setzt die Silberschmiede Werkstätte ein Zeichen und schafft Kunst- und Gebrauchsgegenstände, Antiquitäten der Zukunft. Werte, die auch in hundert Jahren nichts an Ihrer Schönheit eingebüßt haben werden. Innovation gepaart mit höchster kunsthandwerklicher Qualität, Handarbeit unserer Silber- und Goldschmiedemeister unter Rückbesinnung auf alte Handwerkstechniken und fachkundige Beratung sind bei diesem traditionellen Unternehmen zu finden.

“Was ist Kunst? Leben! Was ist Leben? Kunst!“ – mit diesen Worten beginnt die Einleitung eines Buchs über die Wiener Werkstätte.

Hier knüpft die Silberschmiede Werkstätte an, das ist ihre Philosophie.

Geschichte

Verbunden mit der Historie der Kleeblatt Silberschmiede Ges.m.b.H., vormals Alexander Sturm, Kleeblattmarke, gegründet in Wien 1883 und dem Juwelier Ambros Moritz, Gold- und Silberschmied, gegründet in Wien 1895, hat sich die neue Gesellschaft "Wiener Silberschmiede Werkstätte" Berghaus-Fölster GmbH mit Firmensitz in 1010 Wien, Spiegelgasse 14 etabliert.

Alexander I Sturm, geb. 1851 in Wien, lernte bei Moritz Felbert das Handwerk des Silberschmiedens und arbeitet später als junger Silberarbeiter bei der renommierten Silberschmiede Thomas Dub. 1882 wurde ihm das Gewerbe eines Silberwarenfabrikenten verliehen. Er gründete 1883 das Wiener Traditionsunternehmen die „Alexander Sturm Silberschmiede“ mit dem Kleeblatt als Punze (Kleeblattmarke) im 7. Bezirk Wiens in der Burggasse.

Seine Söhne Alexander II (1875-1949) und Albert I (1877-1931) traten 1908 als junge Silberschmiede in den Betrieb ihres Vaters ein, der ab 1908 Innungsmeister der Wiener Silberschmiede wurde. Gemeinsam führten sie das Unternehmen zur Hochblüte und errangen in der Monarchie Ruhm und Anerkennung. U. a. wurden die Familien Hardegg, Walterskirchen, Baltazzi, Mautner-Markhof, Löw-Beer, Kattus, Kohn, Wittgenstein, Meinl, Manner, Seligmann, Orendi, Piatnik, Vanicek Kunden der Manufaktur Sturm. Lieferungen an die kaiserliche Familie sind nachweisbar. Nach dem Tode des Vaters (1915) übernahmen die Söhne die Fabrik und führten sie fort. Alexander II Sturm führte das Unternehmen durch die Wirren der 30-er und 40-er Jahre. Während seiner Geschäftsreisen in die USA lernte Alexander Sturm die Rotarier kennen, führte diesen Zusammenschluss gutsituierter Geschäftsleute in Wien ein und wurde hier der erste Präsident.

Schon vor der Gründung der Wiener Werkstätte arbeiteten deren Gründer Koloman Moser und Josef Hoffmann mit der Manufaktur Alexander Sturm. Später arbeite die Manufaktur der Wiener Werkstätte zu. Diese Arbeiten nur durften nur mit der Meisterpunze A.St. gemarkt werden. Die Zusammenarbeit mit den Designern intensivierte sich, nachdem diese als Gesellschafter aus der Wiener Werkstätte (Prutscher 1917 und Hoffmann 1920) ausgeschieden waren. So wechselten Silberschmiede ab 1925 zu Sturm, als die Wiener Werkstätte die Gewerbeberechtigung zurücklegte. Ab 1930 befinden sich Entwürfe von Oswald Haerdtl im Archiv der Manufaktur. Mit der Zeit sammelte sich bei der Fa. Sturm ein umfangereiches Archiv mit Entwürfen bekannter und unbekannter Künstlern, da die Manufaktur immer über ein hauseigenes Zeichenbüro verfügte.

Unter Albert (1904-1969) Sturm II erlebte die Silberschmiede nach dem 2. Weltkrieg einen wirtschaftlichen Aufschwung. Schon ab1947 arbeitete man wieder mit den Designern Hoffmann, Prutscher und Haerdtl. Die Ehefrau von Albert II Sturm hatte Firmenanteile an den Argentor-Werken in die Firma eingebracht. 1967 kauften Alexander III (1939) und Albert III (1943) die restlichen Anteile der Argentor-Werke und verlegten die Produktion von der Burggasse in die Wimbergergasse. Die Produktion nahm zu. Die Fa. Sturm wurde wieder eine Fabrik und belieferte unter anderem renommierte Firmen wie Feiler, Fesermeier, Halder, Heldwein, Hügler, Rozet & Fischmeister und Köchert.

Mit der Berndorfer Metallwarenfabrik bestand eine permanente Zusammenarbeit. So kam es zu einem Vertrag zwischen Berndorf und Sturm, und die Werkzeuge der Silbermanufaktur J. C. Klinkosch wechselten zu Sturm.

1975 trennten sich die Wege der Brüder Alexander III und Albert III. Seit dieser Zeit betätigt sich Albert III Sturm als Silberhändler mit den Geschäften Tegetthoffstrasse und Habsburger Gasse. Alexander III Sturm führte die Manufaktur und behielt das Geschäftslokal auf der Kaiserstraße, welches Ende 2006 geschlossen wird.

Nach Gründung der Wiener Silberschmiede Werkstätte wurde ein Geschäftslokal im 1. Bezirk Wiens, Spiegelgasse 14 eröffnet. Hier können Sie sich von der Qualität der Wiener Silberschmiedekunst überzeugen. Die Produktion befindet sich heute in Weigelsdorf, Niederösterreich. Von dort erfolgt der Versand der traditionell gefertigten Silberwaren zu unseren Kunden im In- und Ausland.


Leitprodukte

Silber & Service

Warum Silber?

Silber ist ein Edelmetall, welches als Mineral in Form von Erzen und Körnern in der Natur vorkommt. Die größten Produzenten sind derzeit Mexico, Peru, Australien und China. Silber ist ein weiches Metall, nur wenig härter als Feingold. Ein Gramm Silber lässt sich zu einem 2 Kilometer langen Faden ziehen. Es besitzt die größte elektrische Leitfähigkeit aller Elemente. Poliertes Silber zeigt die höchsten Lichtreflextionseigenschaften aller Metalle.

Seit Jahrhunderten wird Silber für erlesene und wertbeständige Essbestecke, Tafelsilber, Galantariewaren und Kirchengeräte verwendet sowie für die Produktion von Spiegeln genutzt.

Schon in der Antike war die antibakterielle Wirkung von Silber bekannt. So trank Alexander der Große bei seinen Feldzügen Wasser aus einem Silberhelm. Rüstungen aus Silber sollten im Fall einer Verwundung den Träger vor einer Infektion schützten.

Da 2 Gramm Silber genügen, große Mengen Wasser keimfrei zu halten. Daher bleiben z. B. Blumen in silbernen Wasen länger frisch.

Der Brauch Silberbecher und Kinderbestecke als Taufgeschenke zu überreichen oder auf Reisen silberne Reisebestecke und Reisebecher mit sich zu führen, basiert auf diesem Wissen und genau dieses Wissen sollte in Zeiten der uneingeschränkten Reisemöglichkeiten des 21. Jahrhunderts vermittelt werden.

Den höchsten Silberverbrauch hat Indien. Dies beruht nicht auf der Produktion von Silberwaren sondern darauf, dass die Nachspeisen bei großen Festlichkeiten mit Blattsilber verziert werden. Die antibakterielle Wirkung von Silber wird hier genutzt, um Festteilnehmer nach dem Genuss von Speisen, die oft Stunden hohen Außenemperaturen ausgesetzt waren, zu schützen.

Immer häufiger spricht man heute von Esskultur. Ein festliche Tafel, eingedeckt mit feinstem Leinen, hochwertigem Porzellan, schönen Gläsern und strahlendem Silber, beweist kultivierte Lebensart und Sinn für Schönes und Edles.

Die Silberwaren der Wiener Silberschmiede Werkstätte werden in der exklusiven neuen höherwertigen Legierung 940/000 (Hersteller - Ögussa )(Sterling Silber hat den Feingehalt 925/000) produziert. Erzählungen vom stundenlangen Silber putzen werden der Vergangenheit angehören.


Schon Otto Wagner befand "Unpraktisches kann nicht schön sein".

Service

Die Wiener Siberschmiede Werkstätte bietet neben der Produktion hochwertiger Tafelware weitere Serviceleistungen rund um Silber an.

  • Geschenklisten für jeden Anlass
    • Nicht nur Hochzeiten bieten im Laufe des Lebens den Anlass, eine Geschenkliste aufzulegen. Zu Festen wie z. B. Silberne Hochzeit, Goldene Hochzeit, Runde Geburtstage oder besonderen Ereignissen wie Schul- und Studienabschlüsse, Promotionen besteht die Möglichkeit eine Geschenkliste bei uns zu führen. Auch können Gemeinschaftslisten mit den Wiener Traditionshäusern Lobmeyr und Zur Schwäbischen Jungfrau aufgelegt werden. Lassen Sie sich von uns beraten.
  • Reparaturen
    • Unsere Silberschmiede führen alle Reparaturen an silbernen und versilberten Gegenständen und Bestecken durch. Nach Begutachtung durch unseren Silberschmiedemeister wird ein Kostenvoranschlag erstellt und Ihnen übermittelt.
  • Klingentausch
    • Alle Arten und Formen von Klingen werden geführt. Die neuen Messerklingen werden fachmännisch montiert und spülmaschinenfest verlötet.
  • Reinigung
    • Wir übernehmen alle Reinigungs- und Polierarbeiten an Ihren silbernen oder versilberten Gegenständen und Bestecken.
  • Versilbern und vergolden
    • In unserer modernen Galvanik können wir in unserem neuen 600 l-Hartversilberungsbad auch große Gegenstände versilbern. Ein neues 200 l-Feingoldbad erweitert unser Angebot.

Adresse

Wiener Silberschmiede Werkstätte Berghaus-Fölster GmbH

Flagstore:

Spiegelgasse 14 A - 1010 Wien

Email: flagstore@silberwerkstatt.at

Tel: (+43) (0)1 5 13 67 51 Fax: (+43) (0)1 5 26 59 87

Produktion:

Boschanstraße 3 A - 2484 Weigelsdorf

Tel: (+43) (0)2254 72066 Fax: (+43) (0)2254 72064


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