Südsee-Reisen

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Beschreibung

Einige werden sich fragen: "Was haben denn Reisen mit "guten und schönen Dingen" zu tun? Und vielleicht auch:"Warum denn nun Reiseberichte?". Ganz einfach: Die eigene Region ist nicht immer der Nabel der Welt und auch in anderen Teilen des Globus gibt es "gute & schöne Dinge", die man meist auf Reisen findet oder einem unterwegs wiederfahren. So will sich dieser Artikel mit eben diesen Dingen in anderen Ländern oder anderen Regionen befassen UND authentische Reiseerfahrungen, Routen, Geheimtipps, schlechte Erfahrungen und eben die Geschichten darum dokumentieren. Dabei ist das "Geschichten erzählen" (wie überall in diesem Portal) rund um "gute und schöne Dinge" herum, sehr gewünscht.

In diesem Artikel soll es um dieses weite Gebiet im Pazifik gehen, welches im Westen von den Philippinen, Australien und Neuseeland sowie im Osten von Südamerika begrenzt wird. Im Norden bildet Archipel von Hawaii und im Süden die Insel Pitcairn sowie die Osterinsel eine grobe Begrenzung. Ein weites Feld also ...


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Berichte & Erfahrungen (persönliche Anmerkungen)

Neben den o. g. Infos sind sicherlich die Erfahrungsberichte unserer Autoren die spannensten Infoquellen. Ich mache hier mal den Anfang:


 Reise 1993:

Hamburg - Frankfurt - Los Angeles - Honolulu - Nadi - Rarotonga - Papeete - Morrea - Los Angeles - Frankfurt - Hamburg mit Air New Zealand

Das war unsere Hochzeitsreise. Wir hatten mit der Karibik geliebäugelt, da war Sturm-Zeit. Mauritius fand ich langweilig und die Seychellen waren einfach zu teuer. Da blieb ur die Südsee. Und seit mein Geschichts- und Geographie-Lehrer Hr. Kleinau mich in der 5. Klasse gefragt hatte:"Selaff, wo liegt die Südsee" ... und ich schlicht auf den Boden zeigte und sagte:"Ich glaube da unten!" - er wiederum sagte: "Glauben kannst Du in der Kirche, hier mußt Du wissen!" war ich immer wieder einmal vond er Idee beseelt in die Südsee zu fahren. Wenn nicht auf der Hochzeitsreise, wann dann?

Honolulu und Hawaii

... ließen wir aus, obwohl uns Herr Arp vom Australia Pacific Travel Service intensiv dazu geraten hatte ("Da gibt es die beste Infrastruktur und die meiste Südsee!"). Also nur 2 Stunden auf dem Flughafen von Honolulu inmitten der Nacht.

Nadi auf Viti Levu

... der Hauptinsel der Fiji's. Den Sonneraufgang kurz hinter dem Äquartor und der Datumsgrenze aus dem Flugzeugfenster heraus werden Silke und ich nie vergessen. Tiefes schwarz und rot. Ebenso wenig die erste Schritte in der subtropischen Morgenstimmung in Nadi.

Wir sind dann zunächst zur Aklimatisierung für 3 Tage ins "The Fijian" Hotel verschwunden. Damals noch empfehlenswert, nach unserem zweiten Besuch 2 Jahre später konnten wir das nicht mehr behaupten.


Blue Lagoon Club Cruise

Das "Club" war damals wichtig. Ohne "Club" gab es auch Trips - allerdings mit ziemlichen Seelenverkäufern. Solch eine Cruise ist ein gruppendynamisches Erlebnis, dass man mit rund 60 anderen Menschen aus allen Teilen der Welt für 5 Tage teilt. Wenn man das zusammen mit einer 2-Bett-Außenkabine tolerieren kann ein wirklich tolles Erlebnis. Es geht mit dem Schiff kreuz und quer durch die Yasawa-Inseln und man sieht neben fliegenden Fischen halt echte Südsee pur. Unbedingt machen, wenn es das noch gibt. Wir haben auf dem Trip Liz & Stephen aus Melbourne kennengelernt, die auch auf Hochzeitreise waren. Diese Tatsache ist übrigens Mitschuld daran das dieses Portal existiert und relativ viele Inhalte im Themenbereich Australien und Neuseeland aufweist.


Castaway Island

... erreichten wir dann per Fähre. Die Insel hat nichts mit dem Film zu tun und liegt vor Viti Levu. Hier sahen wir dann nach 5 Tagen und viel, sehr viel Dauerregen auch mal die Sonne wieder. Hier kann man es kurz machen: Berg, 2 km Umfang, gut 50 allein stehende Hütten - sog. Burrays - Restaurant, Sundowner-Bar, Strandharker und fertig. Viel Ruhe eben, aber schön. Heute wohl ziemlich teuer, haben wir uns sagen lassen. Hier trafen wir auch Liz & Stephen wieder, die mit dem Hubschrauber gekommen waren und uns in der Strand-Bar erwarteten. Die waren übrigens auch im "Fijian". So scheint unser Hamburger Reiseplaner einen Bruder in Melbourne zu haben ;-)).


Rarotonga - Cook-Islands

... hier haben wir dann 2 km Umfang mit 4 getauscht, dafür aber den Tag gestern gleich nochmal erlebt. Der Charme der Menschen hier hat uns nicht wirklich gefallen. Alles war ein wenig britisch steif. Und so toll war die Landschaft hier auch wieder nicht. Also weiter mit dem 2:15 a.m. Flug, bei dessen Start man gleich eine halbe Inselrundfahrt macht. Und irgendwie fehlten beim Start nur die brennenden Ölfässer an der Piste.


Papeete

... auf Tathiti - nicht zu verwechseln mit Haiti! Tja, hier kommt man mitten in der Nacht an, empfangen mit üppigen Blumenkränzen und Musikern. Toll. Nur auf das Hotel sollte man achten, um nicht alzu viele Krabbeltiere zur Gesellschaft zu haben - Faustregel und Geheimtipp: Je weiter das Zimmer vom Küchentrackt entfernt ist, desto geringer die Wahrscheinlickeit Besuch zu bekommen. Na ja, wir sind morgens gleich weiter zu unserem eigentlichen Ziel:


Moorea

Die Insel erreicht man nach 5 min Flug. Wir sind dann in das "Beachcomber"-Hotel. Eines der Hotels, die diese super-teuren "Overwater-Bungalows" ihr eigen nennen. Wir waren allerdings im Hauptgebäude. Tolles Hotel, tolle Insel, tolles Essen, nette Menschen. Nur gegen eines sollte man wirklich nicht allergisch sein: Hohe Preise. Wenn man bisher und aus der Ferne gedacht hat Französisch Polynesien ist teuer, wundert man sich dennoch wie teuer es ist - nach der Euro-Einführung mag sich das ggf. etwas entschärft haben. Auch ist mit dem Euro wenigstens die Vergleichbarkeit gegeben: Einem wird gleich schlecht, nicht erst nach dem aufwändigen umrechnen des Kurses. Dennoch: Wir sind zwei Jahre später nochmal wieder gekommen, weil Freunde nach unserer Rückkehr immer wieder Bemerkten: "Ihr ward in der Südsee, und ihr ward nicht auf Bora Bora?" Nein waren wir nicht - eigentlich nur nicht, weil uns der Song von Tony Marschall so missfiel.


Also: Südsee muss man mal gesehen haben. Obwohl: Ich finde immer noch das Capri und Sylt ebenso schön, wennn nicht schöner sind.

--Tigerlilly 16:27, 2. Nov 2006 (CET)


 Reise 1995:

Hamburg - Frankfurt - Los Angeles - Honolulu - Nadi - Auckland - Sydney - Melbourne - Christchurch - Auckland - Papeete - Huahine - Bora Bora - Los Angeles - Frankfurt - Hamburg


Auf dem Rückweg unseres Trips nach Australien und Neuseeland bot es sich einfach an nochmals einen Stoppover in der Südsee zu machen:


Huahine

Hier gibt es ein Hotel, dass offene Baumhäuser als Unterkunft bietet (ich werde den Namen noch raussuchen) und jeden einen eigenen Strand hat. Das war wieder zu teuer. Deshalb wurde es der "Beach Club", der schon bessere Tage gesehen hatte. Aber immerhin hatten wir einen eigenen Bungalow, der ungefähr 10 m von der Wasserkante des Pazifik entfernt lag. Wowww, denkt man da. Und es ist auch ein wenig so. Das Badezimmer lag außerhalb im Freien - auch das Wowww! Wenn da nciht das Brackwasser und die Miskitos gewesen wären. Kaum berührte die Sonne den Horizont, war es um alle Warmblüter geschehen .... und Mückenjagd in einem gut 6 m hohen Bungalow mit Palmendach ist echt schwierig.


Bora Bora

Tja ... diese sagenumwobene Insel - hier in Deutschland betrifft das zumeist die Sage von Toni Marschall und seinem gleichnamigen Lied - im Pazifik hatten wir auf unserer ersten Südreise nicht im Programm gehabt. Sie war einer der Gründe warum es uns nochmals in dieser Teil der Erde verschlagen hat. Und aus der Luft und bei dem Übersetzen mit der Fähre vom Flughafen zum Hauptort war das auch alles sehr traumhaft und Postkarten-like.

In der Realität der Rundstraße um die Insel angekommen, stellte sich das dann allerdings etwas anders da. Da lag dann doch sehr viel Müll herum, die Häuser waren nicht alle wirklich schön und es fanden sich eine Menge Ruinen - teils verwüstet, teils im Bau befindlich aufgegeben. Und Naturstrände an der Ostsee sehen irgendwie dekorativer als die auf Bora-Bora aus. Nun hatten wir auch keinen Overwater-Bungalow gebucht (zu teuer) und waren im "Motel Bora-Bora" untergekommen. Und selbst da darf man eigentlich nichts von den Kosten laut sagen - sondern man muss das einfach mit Fassung tragen. Der Blick von der Terasse gibt übrigend auf eine Brachfläche mit jeder Menge Müll, Öl-Lachen und umgestützter Bäume. Seitlich war wohl auch die Lagune zu sehen - aber nur mit Aufwand.

Eine ausgedehnte Rundfahrt mit dem Motorrad brachte uns keine wirklich neuen Erkenntnisse. Aber wir waren jetzt ja mal da ...



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