MGG verleiht den „Chance Denkmal“ Award an Die Zunft AG
Aus Zunft[wissen]
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MGG verleiht den „Chance Denkmal“ Award an Die Zunft AG
Kammgebäude am Standort Zollverein bekommt frischen Schnitt
Essen, 11. Dezember 2006. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger überreichte heute (Montag, 11. Dezember 2006) als symbolischen Preis im Rahmen des „Chance Denkmal“ Awards das 4.000 qm große denkmalgeschützte Kammgebäude der ehemaligen Kokerei Zollverein an die Die Zunft AG aus Wachenheim an der Weinstraße. Mit der offiziellen Award-Übergabe im ehemaligen Salzlager des Weltkulturerbes Zeche und Kokerei Zollverein an den Projektentwickler aus Rheinland-Pfalz beendete die Montan-Grundstücksgesellschaft mbH (MGG) die erstmalige Durchführung des innovativen Vermarktungsprojektes „Chance Denkmal“.
Der Preisträger erhielt den Award für seinen sowohl konzeptionell als auch wirtschaftlich überzeugenden Entwurf zur Nachfolgenutzung des 1959 erbauten Backsteinbaus auf dem ehemaligen Kokereigelände in Essen-Katernberg. Essens Oberbürgermeister Dr. Reiniger sagte bei seiner Laudatio: “Das von der Die Zunft AG geplante Zunft[viertel] mit dem Angebot an hochwertigen Handwerks-, Kunsthandwerks- und Dienstleistungsprodukten passt hervorragend in den lebendigen Kulturraum am Standort Zollverein. Wir erhoffen uns als Stadt, dass wir damit einen weiteren Baustein hier nach Zollverein bekommen, der für zusätzliche Arbeitsplätze, ein attraktives Waren- und Dienstleistungsangebot und damit selbstverständlich auch zusätzliche Kunden- und Besucherströme sorgt.“
Auch der Sprecher der MGG-Geschäftsführung, Prof. Dr. Hans-Peter Noll, hob die Qualität des Konzeptes der Die Zunft AG hervor. „Was das Team von der Die Zunft AG um Kira und Christoph Hinderfeld mit Unterstützung des Essener Architekturbüros Koschany & Zimmer im Rahmen des „Chance Denkmal“-Wettbewerbs vorgelegt hat, hat uns alle überzeugt,“ sagte Noll anlässlich der Preisverleihung. Mit ihren Plänen, bei der zukünftigen Nutzung des Kammgebäudes den Schwerpunkt auf manufakturelle Erzeugnisse und dazu passende Dienstleistungen zu legen, richte sich Die Zunft AG direkt an die wachsende, bisher wenig beachtete Zielgruppe der kulturell-kreativen Mittelständler. Diese machten in den USA schon mehr als 30 Prozent aus, führte der Geschäftsführer der MGG - ein Unternehmen im Verbund der RAG Immobilien AG - aus.
Dipl.-Kfm. Christoph Hinderfeld, Vorsitzender des Beirats der Die Zunft AG, unterstrich dies bei seiner Vorstellung des Siegerkonzeptes. „Wir haben ein Gebäude gesucht, was hinsichtlich der Architektur die Authentizität der künftig hier produzierten und angebotenen Produkte widerspiegelt. Mit dem Kammgebäude haben wir eine Immobilie gefunden, die sowohl von der industriellen Vornutzung und der Historie als auch vom Gebäudeschnitt nahezu ideal unseren Vorstellungen entspricht.“ Außerdem spreche der Standort auf dem Weltkulturerbe Zollverein für sich, betonte der gebürtige Essener mit Blick auf die seines Erachtens ausgesprochen guten Vermarktungspotentiale des „Zunft[viertel] Zollverein“ – so der offizielle Name des geplanten Projektes. Hinderfeld kündigte an, mit dem Umbau voraussichtlich im Jahr 2008 zu beginnen. In den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes sollen rund 15 Millionen Euro investiert werden.
„Mit der Award-Verleihung für so ein ambitioniertes Konzept“, sagte Hermann Marth, Vorsitzender der RAG Immobilien AG, „hat das „Chance Denkmal“-Projekt einen würdigen und insgesamt außerordentlich erfolgreichen Abschluss genommen.“ Marth betonte, dass es der MGG mit diesem innovativen Vermarktungsweg aus Wettbewerb und versteigerungsähnlichem Bieterverfahren erfolgreich gelungen sei, den Fokus auf die Wiedernutzung von denkmalgeschützten Bestandsgebäuden ehemaliger Kokereien und Schachtanlagen zu legen. „Wir haben auf „Chance Denkmal“ durchweg positive Reaktionen erfahren, denn zum einen werden wir unserer Verantwortung für industriehistorisch und architektonisch wertvolle Gebäude gerecht und zum anderen geben wir damit auch dem Strukturwandel an den betreffenden Standorten einen zusätzlichen Impuls“, fasste Marth zusammen. Immerhin führe die MGG mit mehreren Investoren und Nutzern für insgesamt 13 denkmalgeschützte Bestandgebäude konkrete Verkaufsgespräche. Bei sieben Immobilien stünden die Verkaufsverhandlungen kurz vor dem Abschluss. Das sei vor dem Hintergrund von insgesamt 22 Objekten, die über „Chance Denkmal“ vermarktet werden sollten, eine beachtliche Leistung.
Peter Fischer, Zentralbereichsleiter Raumplanung der Deutschen Steinkohle AG und damit Vertreter des Eigentümers des Kammgebäudes, zeigte sich auch erfreut über den Vermarktungserfolg. „Natürlich haben wir mit Spannung das Projekt „Chance Denkmal“ der MGG verfolgt. Wir haben intensiv mit der MGG zusammengearbeitet, um die umfangreichen Daten für die Gebäude zusammenzustellen und Fragen zu klären, z.B. wie die Gebäude genutzt wurden, wo die Kanalanschlüsse liegen und vieles mehr. Dass wir letztlich heute den Award an Die Zunft AG übergeben können und damit eine Nachfolgenutzung für das Kammgebäude in die Wege leiten, macht uns stolz. Denn hiermit beweisen wir, dass wir unsere Verantwortung für eine Region auch nach Stilllegung eines Standortes ernst nehmen“, sagte Fischer.
Die Verantwortung für den gesamten Standort Zollverein stellte auch Roland Weiss, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Zollverein (EGZ) in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. „Mit der Entscheidung für das Konzept „Zunft[viertel] Zollverein“ hat die MGG ein sicheres Gespür für die Wertigkeit des Standortes Zollverein bewiesen. Dieses Zunft[viertel] mit hochwertigen Handwerks-, Kunsthandwerks- und Dienstleistungsprodukten ist eine ideale Ergänzung zu den bisherigen Ansiedlungen und Projekten auf dem Areal des Unesco-Weltkulturerbes Zollverein. Ich bin mir sicher, dass das Zunft[viertel] auch ein Signal für weitere Investoren ist, sich hier auf Zollverein zu engagieren,“sagte der EGZ-Geschäftsführer.
Die 13 in Vermarktung befindliche Objekte auf 7 Standorten:
- Lohberg 1 / 2, Dinslaken: Pförtnergebäude, Sozialgebäude
- Ewald Fortsetzung 1/2/3, Oer-Erkenschwick: Verwaltung- und Kauengebäude
- Ewald 1/2/7, Herten: Fördermaschinenhaus Nord Malakowturm, Schacht 2, Heizzentrale, Rasenhängebank, Fördermaschinenhaus Süd
- Schalker Markt, Gelsenkirchen: Verwaltung- und Kauengebäude
- Kokerei Zollverein, Essen: Kammgebäude
- WBI Lünen: Kantine, Tagesanlage Jägersfreude,
- Saarbrücken: Zechenhäuser mit Kauengebäude
Weblinks
Kontakt
Montan-Grundstücksgesellschaft mbH (MGG)
Ein Unternehmen im Verbund der RAG Immobilien AG
Stephan Conrad
Rellinghauser Str. 3
45128 Essen
Tel.: 0201/ 177 18 72
Fax: 0201/ 177 18 77
stephan.conrad@mgg.de

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