Hohenloher Weiderind
Aus Zunft[wissen]
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Allgemeine Informationen / Begriffserklärung
„Boeuf de Hohenlohe“ ist die Bezeichnung für Qualitätsrindfleisch aus den in Hohenlohe heimischen Rinderrassen Fleckvieh "Limpurger Rind" (die Regionalrasse aus Hohenlohe) und "Fränkisches Gelbvieh" (Württemberg). Einkreuzung auch mit Limousin Bullen, die eine sehr feine Fleischfaser haben, gehören zur Rassezucht, die sowohl aus kontrollierter ökologischer Erzeugung nach den EU-Standards als auch aus kontrollierter und artgerechter Erzeugung stammen.
Herkunftsgeschichte
Der Begriff „Boeuf de Hohenlohe“ ist im ausgehenden 18. Jahrhundert aufgekommen, als die über die Grenzen ihres Herkunftsortes hinaus berühmten Hohenloher Rinder bis nach Paris getrieben wurden. Dazu gehörten neben dem bereits ausgestorbenen Haller Braunblässenschlag auch die bis heute erhaltenen Limpurger Rinder und Ochsen. Schon damals galten Gerichte aus deren Fleisch als Delikatesse in der Feinschmeckermetropole Paris. Kurz vor dem ersten Weltkrieg, im Jahre 1913, trieb man die Rinder und Ochsen zum letzten Mal nach Paris. Die Erzeugergemeinschaft „Boeuf de Hohenlohe“ hat die Regionsgeschichte wieder aufleben lassen, indem sie alte Rassen aufs Neue züchtet und sie so vor dem Aussterben bewahrt (wie zum Beispiel das schon erwähnte Limpurger Rind).
Wissenswertes
Die Erzeugergemeinschaft „Boeuf de Hohenlohe“ ist ein Zusammenschluss von mittlerweile 95 Mitgliederbetrieben, die ökologisch erzeugtes Rindfleisch produziert, welches vorwiegend in Süddeutschland angeboten wird. „Boeuf de Hohenlohe“ ist in ausgewählten Fachmetzgereien, bestimmten Supermarktfleischereien und auf Bauernmärkten erhältlich. Sämtliche Betriebe, deren Produkte mit dem Qualitätszeichen für kontrollierte ökologische Erzeugung (köE) und für kontrollierte und artgerechte Erzeugung (kaE) ausgezeichnet sind, halten sich konsequent an bestimmte Erzeugungsrichtlinien, wie z.B. an:
- die Mutterkuhhaltungsaufzucht
- den Weidegang während der Vegetationsperiode
- den Verzicht auf Anbindhaltung im Stall in den Wintermonaten
- den Zugang zu einem Auslauf
- die Verwendung von hofeigenem Futter bzw. Futter aus der Region ohne gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe oder Tiermehl
- das Verbot von Medikamenten und Leistungsförderern
- den Verzicht von kommerziellen Tiertransporten
Das Fleisch der „Boeuf de Hohenlohe“ ist heute – wie auch damals im Gourmetland Frankreich – vor allem aufgrund seine Zartheit und seines vorzüglichen Geschmacks so beliebt. Das kommt daher, dass die Tiere langsamer wachsen und ihr Fleisch aus diesem Grunde feinere Fasern ausbildet als herkömmliches Fleisch. Die artgerechte Haltung auf der Weide lässt die Hohenloher Rinder und Ochsen gesund heranwachsen, frei nach dem Motto „Fressen, frei sein, Kälber kriegen - es soll noch Kühe geben, die wie im (Tier-) Himmel leben.“ Die „Erzeugergemeinschaft Boeuf de Hohenlohe“ bietet Verbrauchern immer wieder bestimmte Aktionen an. So gab es eine Zeit lang ‚Pakete’ mit „Boeuf de Hohenlohe“, die eine Zusammenstellung unterschiedlichster Fleischstücke enthielten. Menge: ein halbes Tier, Preis: attraktiv.
Angebot
Leitprodukt
Persönliche Anmerkungen
Adresse
Erzeugergemeinschaft Hohenloher Weiderind
Haller Straße 20
D - 74549 Wolpertshausen
Tel.: (+49) 07904 / 97970
Mobil: (+49) 0175 / 4448334
Email: kala.augustin@freenet.de

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