Fusili
Aus Zunft[wissen]
Begriffserklärung / Die Nudelform
Rubrik aus dem Bereich Nudeln. Fusilli sind spiralenförmige, üblicher Weise ca. 4 cm lange Nudeln, die aus Hartweizenmehl, Wasser, Salz und Ei hergestellt werden. Zur Farbvariation können dem Nudelteig dabei wahlweise noch Spinat (zur Grünfärbung), Tomaten oder Peperoni (zur Rotfärbung), Karotten (zur Orangefärbung) oder der Farbstoff von Tintenfischen (zur Schwarzfärbung: Sepia) hinzugefügt werden. Da gekochte Fusilli durch ihre Spiralform besonders gut Saucen aufnehmen, erfreuen sie sich in der italienischen und internationalen Küche einer großen Beliebtheit und werden vorzugsweise u. a. für Nudelsalate verwendet. Von den Fusilli werden in der Regel die Rotini (mit einer strafferen und dickeren Spiralform) und die größeren Eliche (bis zu 7 cm Länge) unterschieden – Bezeichnungen, die sich im deutschen Sprachgebrauch allerdings nicht eingebürgert haben. Eine alternative deutsche Bezeichnung für Fusilli ist dagegen Spirelli. Die Fusilli Bucati unterscheiden sich von der Grundform dadurch, dass sie in der Mitte hohl sind. Der Legende nach sollen die Fusilli um 1550 am Hofe von Cosimo I. de’ Medici, des Herzogs von Florenz, entstanden sein: Als ein Koch des Herzogs eines Tages Pastateig angesetzt hatte und ein Teil davon auf den Boden gefallen war, soll ihn dessen kleiner Sohn genommen und um die Stricknadel der Großmutter gewickelt haben – die Idee der Spiralnudel war geboren. Bis ins 20. Jahrhundert wurden die Fusilli vor allem auf dem Land von den älteren Frauen hergestellt und verkauft.
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