Arminiusmarkthalle

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Blick in die Arminiusmarkthalle (Bild Erik Kormann)
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Blick in die Arminiusmarkthalle (Bild Erik Kormann)

Inhaltsverzeichnis

Das Kulturdenkmal / Der Ort / Der Markt

Im Dezember 1891 wurde die 10. Berliner Markthalle, die heute noch existente Arminiusmarkthalle in Berlin Mitte/Moabit eröffnet. Damit hatte das aufstrebene Gewerbeviertel eine moderne Einkaufstätte bekommen. Nach nur mehr als einem Jahr Bauzeit wurde die Halle - wie alle Markthallen in Berlin - nach den Plänen des Stadtbaurats Blankenstein, der u.a. auch die Rinderauktionshalle erbaut hat, errichtet. Diese für damalige Verhältnisse kurze Bauzeit, wurde durch moderne Eisen-Konstruktionen mit vorgefertigten Bauelementen ermöglicht. 425 Stände hatten Platz auf 10 Verkaufsgängen, jeder 2,48 m breit, welche rechtwinklig vom 12 m breiten Mittelgang abgingen. Dieser diente damals den Pferdewagen, Handkarren und Hundegespannen als Fahrweg für den Antransport der Waren. Im zweiten Weltkrieg wurde die Markthalle schwer beschädigt und in den fünfziger Jahren wieder hergerichtet. 1990 wurde die Aussenfassade restauriert und 1996 eine aufwendige Innenrestaurierung unter Berücksichtigung historischer Stilelemente durchgeführt. Heute steht die Arminiushalle unter Denkmalschutz. Sie soll im Spätsommer 2010 revitalisiert werden und ab Herbst 2010 als "Ort der guten Dinge", Manufakturenkaufhaus und Veranstaltungsort für Kunst und Kultur wieder zur Verfügung stehen. Während der Umbauarbeiten bleibt die Halle geöffnet. Eine Presseinformation der Die Zunft AG vom 29. Juli 2010 zur Übernahme der Arminiusmarkthalle finden Sie hier.


Lage der Halle

Berlin Tiergarten Moabit im Bezirk Mitte, U-Bahnhof Turmstraße (U9) (ca. 200 m), Bus 101, 123, 187, 227, 340 und 341. Parkplätze finden Sie rund um die Markthalle. Eine Anfahrtsskizze findet sich hier.


Eine lesenswerte Hommage an "die alten Zeiten"

Aus der Zeit 10/1999: "Eine Halle Buntes: Hinterm Haupteingang ist alles Wurst. Rechts Wurstwaren für Ernährungsbewußte aus artgerechter Tierhaltung, links der fettig-duftende Imbiß, wo Feuerwehrleute und Müllmänner mit Kaffee, Bier und Hackepeter frühstücken.

Samstag morgens, der ratzekahle WG-Kühlschrank braucht Nachschub, ist der Einkauf in der Arminius-Markthalle am schönsten. Etwas Streß beim Anstehen, aber garantiert gute Unterhaltung. Köstlich, wie die Marktfrau dem Kunden zuerst Kirschen aus Südafrika aufschwatzen will, dann rumpflaumt, um schließlich augenzwinkernd drei matschige Bananen als Zugabe in die Tüte zu stopfen. Köstlich, wie der Milchbubi am Käsestand süßlich säuselt: "Was darf's noch sein, der Herr?"

Die meisten Hallenbesucher sind fußläufige Stammkunden aus dem Moabiter Kiez, lieben das Schwätzchen und meiden wie unsereins den Supermarkt. Im terrakottaverzierten Backsteingebäude dagegen ist der Markt "super": Stand an Stand, Reihe hinter Reihe, meist Familienbetriebe, eine Halle Buntes seit 108 Jahren. Von Anfang an dabei ist das Blumenhaus Erika. Die Futter-Insel bietet getrocknete Euter für Vierbeiner, und Christian's American Checkpoint lockt unterm Sternenbanner mit Popcorn & Hot dogs zum Dartboard in die Hallenecke. Asiashop meets Brutzelecke.

Durch den Mittelgang mit Schauvitrinen und abgewetzten Holzbänken zieht viel Moabiter Milljöh. Omas in Hausschlappen beim Austausch über "die Ausländer", das höhere Semester mit Lederrucksack, der Obdachlose mit Bierdose, bärtige Männer mit bestickten Käppis. Und die kochbewegte Präsidentengattin Herzog mit Begleitung auf dem Weg zum Fischstand.

Unser Logenplatz ist im Herrensalon, Reihe zwei rechts. Haareschneiden kostet ehrliche 18 Mark - und ist sehr viel anregender als beim Szenefigaro. Der Chef, aus dem Saarland zugewandert, plaudert über seine Oldtimer, sein libanesischer Mitschneider schwärmt vom neuen Beirut. Aus dem Glaskabuff blickt der Kunde durch vergilbte Gardinen auf das türkische Obstparadies und dessen eilfertige Verkäufer, auf die Geflügeloase und die belebte Getränketheke mit dem postsozialistischen Schnaps Erich's Rache. Besser als Theater". - Günter Ermlich


Revitalisierungs- / Nutzungskonzept

Und so soll es (wieder) werden:


Aktuelles

Die Halle ist per Stand 20. August 2010 zur Wiedereröffnung nach Revitalisierung ab Oktober 2010 fast komplett vermietet. Bei Interesse von konzeptionell passenden Nutzern gibt es noch kleine Anpassungsmöglichkeiten. Für Manufakturen und Genusshandwerksunternehmen besteht die Möglichkeit, Teil des Zunftwerk - Manufakturen, Genuss- und Designkaufhauses zu werden. Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch über die Hotline der Die Zunft AG unter Tel.: 0151/15307908.


Aktuelle Presseberichte

Aktuelle Presseberichte zur Revitalisierung der Arminiusmarkthalle finden sich hier.


Empfehlenswerte Angebote in der Arminiushalle

Derzeitige und zukünftige Angebote

Marktbereich und Kopfbauten


Zukünftige Angebotsergänzungen (ab Oktober 2010)

Marktbereich und Kopfbauten


Schauküche, "Schaufenster", Manufakturen-, Genusshandwerks-, Design- und virtuelles Kaufhaus


Dienstleistungen, Handwerk, Kunst und Kultur


Kooperationen Kunst und Kultur


Adresse

Arminiusmarkthalle

Arminiusstraße 2 - 4

D - 10551 Berlin - Tiergarten/Moabit


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