Alte Baumwollspinnerei

Aus Zunft[wissen]

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Entwurf Alte Baumwollspinnerei
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Entwurf Alte Baumwollspinnerei
Ansicht Bahnlinie Paris-Mannheim
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Ansicht Bahnlinie Paris-Mannheim
Stich der Baumwollspinnerei von 1890
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Stich der Baumwollspinnerei von 1890

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Informationen

Allgemeine Informationen zum Stand der unterschiedlichen Zunft[orte]-Projekte finden Sie hier.


Das Industriedenkmal / Das Projekt

Die Alte Baumwollspinnerei wurde 1885 von Max Schuler aus Wetzikon (Schweiz) als erstes Textilunternehmen in St. Ingbert im Saarland gegründet. Die Fabrikation der Baumwollspinnerei bestand in der Herstellung roher, einfacher und feiner Baumwollgarne und Zwirne, die später in Futterstoffwebereien, Strumpfwebereien, Nähfaden- und Spitzenfabriken, sowie Trikotagebetrieben weiterverarbeitet wurden. Die einzelnen Arbeitsgänge erfolgten ausschließlich maschinell. Im Schnitt produzierten 230 Mitarbeiter monatlich 35.000 kg Garn. Die Produktionsgebäude wurden im Laufe der Jahre mehrfach erweitert bzw. um- und rückgebaut. Im Oktober 1964 wurde die Produktion wegen der schlechten Ertragslage, ausgelöst durch die zollfreie Einfuhr billiger Garne aus dem Ausland, eingestellt. In der Zeit von 1964-1997 wurde die ehemalige Baumwollspinnerei von der Bundeswehr als Sanitätsdepot genutzt. Untergebracht waren 3 Reservelazarettgruppen mit jeweils einer Kapazität eines 1000-Betten Krankenhauses, sowie 5 Krankentransportzüge. Im Sommer 1997 wurde im Rahmen der Reduzierung der Truppenteile der Bundeswehrstandort in St. Ingbert aufgelöst. Historisch stellt die Baumwollspinnerei ein Dokument des sachlichen Funktionalismus im Industriebau der Jahrhundertwende dar. Der Gebäudekomplex wurde 1992 unter Denkmalschutz gestellt.


Zukünftige Nutzungen

Eine neue ganzheitliche Nutzung, die die auratische Struktur der Gebäude erhalten würde, sollte in den Jahren 2008/2009/2010 umgesetzt werden. So könnten zukünftig in der Baumwollspinnerei authentische Räume für kulturelle und künstlerische Aktivitäten entstehen. Die renommierte K4 Galerie aus Saarbrücken plant, auf etwa 2.000 qm zeitgenössische Kunst zu präsentieren und Künstlern Ateliers und Ausstellungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Zudem wurde die Verlegung der renommierten Albert-Weisgerber-Kunstsammlung in eine Etage der Baumwollspinnerei im Frühjahr 2007 durch den St. Ingberter Stadtrat beschlossen. Auch die Regierung des Saarlandes fördert den Umbau des Museums aus Mitteln des Programmes Stadtumbau West. Die Eröffnung des in der Nähe der BAB Mannheim - Paris gelegenen und städtebaulich spannenden Gesamtkomplexes war usprünglich bis zum Jahr 2009 geplant.


Die Philosophie der Die Zunft AG

Die "Die Zunft AG" will mit ihrem Bündelungsansatz an "guten Orten" nicht einfach Flächen, sondern Funktionen schaffen und nachhaltig gewährleisten: Jeder Mieter soll den anderen Mietern gleichzeitig Frequenzbringer sein. Diese Kooperationsstrategie kann mit Nettokaltmieten zwischen 9 und 15 Euro/qm Händlern und Herstellern (denen die Mieten der sogenannten guten Lagen (bei 100 bis 300 Euro Kaltmieten pro Monat und Quadratmeter an Standorten wie Hamburg oder München) zu hohe Kosten bescheren, ohne ihnen aber immer eine wirklich gute Nachbarschaft bieten zu können, die sie zur Vermarktung wertiger Produkte benötigen) neue Perspektiven für eine werteorientierte, nachhaltige Unternehmenssicherung und im wahrsten Sinne des Wortes "gute Geschäfte" ermöglichen. Die Zunft[orte] bieten zukünftig eine Problemlösung für regionale und manufakturelle Produzenten und werteorientierte Dienstleistungsunternehmen. Es sollen, zusätzlich zu den Bereichen Produktion und Vertrieb wertiger Produkte und Dienste, in einem ganzheitlichen Ansatz authentische Orte für Angebote aus den Bereichen Wellness und Nachhaltigkeit, für neue Formen von Wohnen und Arbeiten, für wertige Dienstleistungen wie auch für Edutainment-Angebote sowie einzigartige Orte für die Umsetzung anspruchsvoller Eventkonzepte entstehen.


Aktueller Stand des möglichen Zunft-Projektes

Unabdingbare Voraussetzung für die Realisierung des Zunftprojektes in der Baumwollspinnerei wäre die koordinierte Umsetzung der Gesamtnutzung des ca. 10.000 qm grossen Objektes (K4-Galerie und Stadt/Kreis mit der Weisgerber-Sammlung als Hauptnutzer), wie auch die Sicherstellung ortsüblicher Mieten und der Endfinanzierung gewesen. Die "Die Zunft AG" wäre bereit gewesen, langfristig Betreiberfunktionen auf etwa 3.500 qm der vom Eigentümer geplanten Gesamtnutzfläche zu übernehmen. Die Gremien der "Die Zunft AG" haben Ende des III. Quartals 2008 beschlossen, das Projekt in St. Ingbert nicht weiter zu verfolgen, nachdem die "Die Zunft AG" das Projekt seit dem Jahr 2004 begleitet hatte. Es ist jedoch dem Eigentümer in den vergangenen vier Jahren leider nicht gelungen, ein konkretes Mietangebot zu unterbreiten und ein verbindliches Fertigstellungsdatum der angedachten Zunftflächen zu nennen. Man wird nun mit Partnern Alternativen im Saarland prüfen. Falls Sie interessante Altindustriestandorte in der Umgebung der Landeshauptstadt Saarbrücken kennen sollten, senden Sie uns doch einfach eine eMail.



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